Die sanitäre Grundversorgung ist an vielen Schulen dieser Welt ein vernachlässigtes Übel.
Dieser Zustand resultiert in Krankheiten, Unterrichtsabwesenheit und mangelhafter Bildung - ein Teufelskreis, der die Entwicklung der betroffenen Regionen hemmt.
Spültoiletten, sowie kostspielige Kanalisationen und Klärwerke kommen hier allerdings nicht in Frage. Sie können weder finanziert, gewartet, noch betrieben (Wasserknappheit/hoher Wasserpreis) werden.
Alternative Abwasserkonzepte können das Problem nicht nur kostengünstig lösen, sondern sogar eine Ressource darstellen.
Eine Vergärung des Abwassers zusammen mit organischen Abfällen kann eine erneuerbare Energiequelle (Biogas) für die Schulküche darstellen. Dabei kann gesammeltes Regenwasser für Händewaschen oder Toilettenspülung zum Einsatz kommen. Behandeltes Abwasser ist nährstoffreiches Nass für die Bewässerung des Schulgartens.
Alternativ können auch trockene Toilettensysteme zum Einsatz kommen. Urin kann leicht durch Lagerung zu hochwertigem Dünger verarbeitet werden und Fäkalien können auf hygienische Art und Weise verkompostiert werden. Hiermit kann die Behebung eines "Problems" wahrlich zu einer Ressource werden.


