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Im Auftrag der WTO in Sri Lanka: Planung von sanitären Anlagen für Tsunami-Opfer

Die Küstengebiete Sri Lankas sind von der Tsunami-Katastrophe verheerend getroffen worden. Viele Menschen leben immer noch in provisorisch errichteten Übergangsbehausungen. Die Planung und der Neubau von Siedlungen ist in vollem Gange. Die vielen vor Ort tätigen Nichtregierungsorganisationen (NRO) haben ehrgeizige Bauprojekte ins Leben gerufen.


Während der Bau der Häuser wenige Probleme bereitet, zeigt es sich, dass die Ableitung und Aufbereitung der häuslichen Abwässer keinesfalls als nebensächliche Aufgabe betrachtet werden kann.


In vielen küstennahen Gebieten sorgt ein hoch anstehendes Grundwasser dafür, dass Standardlösungen nicht eingesetzt werden können, da die Umwelt und damit auch unmittelbar die Gesundheit der Menschen gefährdet werden. Den NGOs stehen Fachleute auf dem Gebiet der angepassten und kostengünstigen Abwasserentsorgung nur selten zur Verfügung. Zudem kommt die Unerfahrenheit der Srilanker mit Abwassersystemen hinzu.

In einigen Dörfern haben schon vor der Tsunami-Katastrophe ca. 80 % der Bevölkerung ohne sanitäre Systeme gelebt. Der Dschungel und das Meer haben für die Entsorgung Abwässer jeglicher Art gesorgt.

Die Umsetzung und Einführung von nachhaltigen Abwassersystemen in den neuen Siedlungen stellt daher mehr dar als ein reines Bauvorhaben. Abgesehen von der technischen Beratung, müssen sowohl Erbauer als auch Nutzer über die Bedeutung einer funktionierenden Abwasserbehandlung informiert werden.

Einige der NRO haben den Bedarf erkannt und die World Toilet Organization (WTO) um Hilfestellung gebeten. Die Beratung für World Vision in Form von schriftlichen Guidelines ist abgeschlossen. Habitat for Humanity hat um konkrete Vorschläge für Schulungen ihrer Mitarbeiter gebeten, die im April/Mai 2006 stattgefunden haben. Die GTO unterstützt diese Tätigkeiten. Einige Mitglieder der GTO arbeiten in enger Abstimmung mit der WTO in diesen Projekten.