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Situation in Ländern mit sanitärem Notstand

Die Arbeit der GTO wird motiviert durch den sanitären Notstand in weiten Teilen der Welt. Nach Schätzungen von WHO und UNICEF leben etwa 2,4 Milliarden Menschen - also knapp ein Drittel der Weltbevölkerung - vor allem in den sogenannten "Entwicklungsländern", ohne geeignete sanitäre Anlage: für die Betroffenen eine menschenunwürdige Situation.

Das Fehlen von Toiletten und hygienischer Abwasserentsorgung führt zu Krankheiten und Gefahren, insbesondere für Frauen, Ältere und Kinder. Ferner werden Grundwasser, Oberflächengewässer und Böden durch unkontrollierte Abflüsse belastet.

 

Die Abwasserentsorgung ist zusammen mit der Trinkwasserversorgung auf dem Weltgipfel für Nachhaltige Entwicklung 2015 in New York in die 17 „Ziele für nachhaltige Entwicklung“/ Sustainable Development Goals (SDGs) als Ziel Nr. 6 „Clean Water and Sanitation“  verabschiedet worden. Das ehrgeizige Ziel ist, bis 2030 den Zugang zu adäquater Sanitärversorgung und Hygiene für alle Menschen herzustellen.

 

 

 
Situation in Ländern mit Sanitärversorgung

Die Verfügbarkeit einer Toilette ist für Menschen in einer sogenannten "Industrienation" wie Deutschland eine Selbstverständlichkeit. Elementare Bedürfnisse können tagtäglich befriedigt werden, ohne dass der Benutzer sich Gedanken über den Verbleib "seiner Abwässer" macht.

Außerhalb der eigenen vier Wände finden sich jedoch auch hierzulande Defizite. Fehlende, schlecht entworfene oder mangelhaft betriebene Toiletten sind eher Regel als Ausnahme. Traurige Beispiele dafür sind die Schultoiletten, die auch in vermeintlich "guten Schulen" oftmals in schlechtem Zustand sind, oder die Diskriminierung von Frauen durch unzureichende Toiletten-Ausstattung von Theatern, Kinos etc.

Die öffentliche Diskussion einer "Toilettenkultur" würde in Deutschland und in anderen Ländern mit Sanitärversorgung für viel Bewegung sorgen.