Klimasensitive WASH-Kapazitäten

Warum
Stärkung lokaler klimasensitiver und universeller WASH-Kapazitäten
Klima- und umweltbezogene Aspekte sind eng mit den Themen Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene (WASH) verknüpft, da sie direkte Auswirkungen auf die Verfügbarkeit und Qualität von Wasserressourcen sowie auf die Infrastruktur für die Sanitärversorgung haben. Der Klimawandel führt zunehmend zu extremen Wetterereignissen wie Dürren und Überschwemmungen, die die Wasserknappheit verschärfen und die Hygieneversorgung in vielen Regionen gefährden. Gleichzeitig trägt eine unsachgemäße Sanitärversorgung zur Umweltbelastung bei, beispielsweise durch die Kontamination von Gewässern mit ungeklärtem Abwasser. Nachhaltige WASH-Systeme spielen daher eine zentrale Rolle bei der Anpassung an den Klimawandel und der Verringerung von Umweltbelastungen, indem sie den Zugang zu sicherem Trinkwasser sichern, Abwasser recyceln und hygienische Lebensbedingungen fördern. Solche Ansätze sind essenziell, um die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen und gleichzeitig Ökosysteme zu bewahren.
Das Projekt ECT WASH „Environmentally Sound and Climate Resilient Transformation of Humanitarian WASH“ verfolgte zwischen 2024 und 2026 das Ziel, klimaresiliente und umweltfreundliche Wasser-, Sanitär- und Hygieneversorgung zu fördern. Es richtete sich auf die Stärkung lokaler Kapazitäten zur Verbesserung des Zugangs zu sauberem Wasser und angemessener Sanitärversorgung sowie zur Integration klimasensibler und ökologisch nachhaltiger Ansätze in humanitären Maßnahmen.
Gemeinsam mit dem Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) und arche noVa e.V. sowie lokalen Partnerorganisation wurde das Programm in den Ländern umgesetzt, die besonders stark von Klimawandel und Naturkatastrophen betroffen sind. Zu den Zielländern gehörten:
- Afrika: Niger, Mali, Somalia/Somaliland, Äthiopien
- Asien: Myanmar, Philippinen, Indonesien, Bangladesch
- MENA-Region: Libanon, Irak
- Mittelamerika und Karibik: Nicaragua, Honduras, Haiti
Das Projekt verfolgte einen ganzheitlichen Ansatz, indem es Klima- und umweltbezogene, sowie inklusive Aspekte in alle Phasen humanitärer WASH-Einsätze integriert. Besondere Aufmerksamkeit gilt der vorausschauenden humanitären Hilfe und dem Katastrophenrisikomanagement. Die Anwendung von Grüner Humanitärer Hilfe minimiert sowohl die Umweltbelastung durch humanitäre Hilfe während gleichzeitig humanitärer Maßnahmen an die jeweiligen Klima- und Umweltrisiken angepasst werden. Damit trug das Projekt nicht nur zum Schutz von Leben und Lebensgrundlagen bei, sondern leistete auch einen Beitrag zur globalen Zielsetzung eines universellen Zugangs zu Wasser und Sanitärversorgung.
Die GTO übernahm im Projekt eine zentrale Rolle beim Kapazitätsaufbau für die Projektumsetzer, förderte die Vernetzung und den Wissensaustausch innerhalb des WASH-Sektors und trug durch internationale Partnerschaften zur Verbreitung innovativer, klimaresilienter Ansätze bei.
Eine Zusammenfassung der ECT-Projektavitäten in 2024/2025 wurden in einem Zwischenbericht veröffentlicht: impact-report-ect-wash-programme-2024-2025.pdf.
Zudem gibt es einen offiziellen Abschlussbericht: Abschlussbericht. final-impact-report-ect-wash-programme-2024-2025.pdf.
Fakten
- 389klimabedingte Katastrophen wurden im Jahr 2020 gezählt.
- 1%beträgt der Anstieg des globalen Wasserverbrauchs jährlich.